Link verschicken   Drucken
 

Zusatzversicherung

Vereine können ihre gewählten Ehrenamtsträger mit freiwilliger Versicherung schützen

Seit Januar 2005 gilt das Gesetz zur Verbesserung des Unfallversicherungsschutzes für ehrenamtlich Tätige. LSB Niedersachsen und die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) haben inzwischen die Voraussetzungen geschaffen, dass auch die LSB-Mitgliedsvereine ihren gewählten Ehrenamtsträgern und Ehrenamtsträgerinnen mit einer freiwilligen Versicherung diesen Versicherungsschutz bieten können.

 

Wer kann sich versichern? 

Die neue Versicherung steht Menschen in gemeinnützigen Vereinen offen. Ist ein Verein als gemeinnützig anerkannt, kann er alle Personen zur freiwilligen Versicherung anmelden, die durch ihre Wahl ein durch Satzung vorgesehenes offizielles Amt bekleiden und daher in besonderer Weise Verantwortung übernehmen. Die freiwillige Versicherung steht also nicht mehr nur dem Vorstand offen, sondern auch den Inhabern anderer Wahlämter. In einem Mehrspartenverein können so viele Amtsinhaber (z.B. Abteilungsvorstände) von der neuen Regelung profitieren. 

 

Was kostet die Versicherung?

Der Versicherungsjahresbeitrag beträgt: 2,73 Euro pro Person.

 

Was leistet die Versicherung?

Die neuen gesetzlichen Regelungen bringen für freiwillig versicherte Ehrenamtliche in satzungsmäßig verankerten Wahlämtern diese Verbesserungen:

1.) sie erhalten auch dann Versicherungsschutz, wenn der Verein über keine eigenen Sportstätten verfügt;

2.) sie erhalten Versicherungsschutz bei Wege- oder Dienstwegeunfällen. Begibt sich z.B. ein Vorstandsmitglied von zu Hause zum Vereinshaus, der Gaststätte oder einer gepachteten Sportstätte und erleidet unterwegs einen Unfall, ist er nun versichert. Dieser Schutz gilt auch, wenn ein Vorstandsmitglied von einem anderen Vorstandskollegen gebeten wird, Büromaterialien zu besorgen und auf dem Weg einen Unfall hat. Die Höhe der Entgeltersatzleistungen und Renten für freiwillig versicherte gewählte Ehrenamtsträger richtet sich innerhalb der gesetzlichen Bemessungsgrenzen nach den tatsächlichen Einkommensverhältnissen vor dem Versicherungsfall.

 

Wer zahlt den Beitrag?

Den Beitrag für den von ihm gemeldeten Personenkreis zahlt der LSB jedes Jahr an die VK, und erhebt ihn dann beim Verein.

 

Wie ist das Meldeverfahren geregelt? 

Jeder Verein prüft jährlich, wie viele gewählte Ehrenamtsträger von der freiwilligen Versicherung Gebrauch machen wollen.

 

Der LSB meldet dann die Gesamtzahl an die VBG. 

 

Unfallmeldungen:

Im Falle eines Unfalles begeben Sie sich deshalb bitte sofort in ärztliche Behandlung, möglichst bei einem Durchgangsarzt und informieren Sie den Verein. Eine Unfallanzeige des Vereins sollte folgende Daten enthalten:

1. Name des Vereins, 
2. Nachweis der Gemeinnützigkeit und Mitgliedschaft im LSB, 
3. Name des Verletzten, 
4. Funktion im Verein, 
5. Nachweis des Amtes in der Vereinssatzung, 
6. Bestätigung, dass der Verein von der freiwilligen Versicherung Gebrauch gemacht hat.

Falls einzelne Angaben fehlen, klärt die VBG im Einzelfall den Versicherungsschutz mit dem Landessportbund, um für einen schnellen Ablauf im Interesse der Verletzten zu sorgen.

 

Weiter Informationen finden Sie unter www.lsb-niedersachsen.de und www.vbg.de.